Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Neunkirchen mbH

 

Mitgliederversammlung des Deutschen Verbandes der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaften in Hamburg

Vom 21. – 23. Juni haben wir in Hamburg nicht nur unsere jährliche Mitgliederversammlung abgehalten, sondern auch das 25-jährige Bestehen unseres Verbandes gebührlich begangen. Wir konnten uns über alle Tage über mehr als 70 Teilnehmende freuen, darunter zahlreiche frühere und langjährige Weggefährten.

Am Sonntag starteten wir an der Elbphilharmonie - dem Wahrzeichen der Freien und Hansestadt Hamburg. Dort wurden uns Einblicke hinter die Kulissen zu den Themen Architektur und Musik gewährt. Abends folgte mit Ehrengästen und Gründungsmitgliedern sowohl ein Rückblick der Verbandsentwicklung wie auch ein erster Blick in die Zukunft, bevor einige Mitglieder - stellvertretend für die insgesamt 12 Wirtschaftsförderungen, die dem DVWE als Gründungsmitglieder von Anfang an bis heute die Treue gehalten haben – für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden.

Ein abwechslungsreiches Fach- und Vortragsprogramm stand auf der Agenda für den Folgetag. Bei Airbus Hamburg wurden wir von Standortleiterin Nawina Walker begrüßt, die das Unternehmen und insbesondere die Aktivitäten am Standort vorstellte, bevor das Werk einschließlich der Fertigungshalle für die Endmontage von Flugzeugen der A320´er Reihe besichtigt wurde. Mehr als nur eindrucksvoll war es, zu sehen, wie an hintereinander liegenden Montageplätzen sage und schreibe fünf Maschinen gleichzeitig komplettiert und ausgestattet werden. Die enorme Bedeutung der Luft- und Raumfahrttechnik für Hamburg und das Umland wurde beim anschließenden Besuch und der Besichtigung des Zentrums für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) noch einmal überdeutlich, bevor mit einem Fachvortrag von Prof. Michael Berlemann, dem Leiter des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitutes, der Blick zunächst geweitet wurde. Er vermittelte unmissverständlich anhand profunder Fakten, in welch schwierigem wirtschaftlichen Fahrwasser sich Deutschland im internationalen Vergleich und in den ausgewählten Teilthemen Industrie, Innovation und Fachkräftemangel bewegt. In der Podiumsdiskussion danach wurde aber ebenso gut vermittelt, wie „die Wirtschaftsförderer des Nordens“ auch bei rauhem Wetter mit guten Strategien und Projekten versuchen, das Beste für ihren Standort zu leisten, um Wohlstand und Wachstum zu sichern.

Danach ging es mit Torsten Hansow, Schipper der Barkasse Tanja, auf´s Wasser, der uns als fachkundiger Hamburg-Botschafter unterhaltsam, kompetent und authentisch „seinen Hafen“ vorstellte und zu (fast) jedem Schiff und größerem Vorhaben eine Story zu berichten wusste. Bei für Hamburg eher untypischen mediterranen Temperaturen klang der Abend an den St. Pauli Landungsbrücken mit Elbblick und bei gutem Essen und kollegialen Gesprächen aus.

Zum Einstieg zur offiziellen Mitgliederversammlung im Business Club Hamburg am Dienstag stellten unsere Mitglieder Dr. Rolf Strittmatter von Hamburg Invest und Dr. Olaf Krüger von der Süderelbe AG ihre Wirtschaftsförderungen, Strategien und Projekte vor. Aus dem dann folgenden vereinsrechtlichen Teil konnten Vorstand und Geschäftsstelle viel Lob und Anerkennung für die angebotenen Leistungen und zahlreiche konstruktive Anregungen für die zukünftige Entwicklung mitnehmen. Ebenso wurde den Mitgliedern aber ein hohes Maß an Engagement und viel Bereitschaft zur Weitergabe von Erfahrungen und zum Teilen von Wissen attestiert.

 

Fazit: Es war eine rundum gelungene Veranstaltung mit vielen Eindrücken und Erkenntnissen, die sowohl der Arbeit der kommunalen und regionalen Wirtschaftsförderungen als auch der Zukunft des DVWE dienen. Und in den strahlenden Gesichtern und leuchtenden Augen der Teilnehmenden war unzweifelhaft abzulesen, dass es allen gefallen hat. Aus den Rückschlüssen, die Bernhard Grieb, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, gezogen hat, möchten wir einige Punkte zitieren, die sicher von der Mehrheit der Wirtschaftsförderungen ebenso gesehen werden:

🧭 Leadership statt nur Management:
Je mehr Technologie uns unterstützt, desto wichtiger wird gute Führung. Optionen bewerten, Kontexte verstehen, Entscheidungen treffen und Orientierung geben, gerade in einem zunehmend komplexen und politisch vielfältigen Umfeld.

 

🏗️ Echte Transformation statt Aktionismus: Wenn die Rahmenbedingungen schwieriger werden, gilt es umso mehr, die tatsächlichen Stärken seiner Region zu identifizieren und zu fördern ob in Industrie, Handwerk, Dienstleistungen und bei Innovationen. Transformation beginnt mit den vorhandenen Potenzialen.

 

🌈 Mehr Vielfalt in Teams und Führung:
Ein Blick in die eigenen Reihen zeigt. Wir sind noch nicht vielfältig genug. Mehr Frauen und unterschiedliche Perspektiven in Teams und Führungspositionen sind kein Selbstzweck, sondern eine Voraussetzung für bessere Entscheidungen und zukunftsfähige Organisationen.

 

🤝 Mehr Kooperation zwischen Städten und Regionen: Die Herausforderungen werden komplexer, der internationale Wettbewerb intensiver und die Budgets häufig kleiner oder stärker fokussiert. Umso wichtiger werden Zusammenarbeit, Wissensaustausch und gemeinsame Lösungen.

 

Alle, die dabei waren, werden ihre eigenen gewinnbringenden Erkenntnisse gewonnen haben. Insbesondere dem letzten Punkt fühlt sich auch der DVWE als Zusammenschluss von 168 Wirtschaftsförderungen aus ganz Deutschland verpflichtet und so wünschen wir dem Verband und seinen Mitgliedern für die nächsten 25 Jahre viel Glück und Erfolg und weiterhin eine so starke Mitgliederschaft, wie wir sie gegenwärtig haben.

 

Texttquelle: DVWE/ Foto: WFG  NK