Was haben ein Steinmetzbetrieb, ein Baustoffhändler, ein Gesundheitsanbieter, ein Automobilzulieferer und eine IT-Firma gemein?
Sicher vieles, aber bei dem Workshop, den die WFG in Kooperation mit dem Demografie Netzwerk Saar in ihren Räumlichkeiten an der Bliespromenade anbot, war es die Suche nach neuen Mitarbeitern. „Sichtbarkeit auf dem Arbeitsmarkt“ lautete das Thema, durch das Ricarda Jarolimeck und Nathalie Hirsch die Teilnehmer kompetent navigierten.
Fachkräfte wählen heute nicht mehr nur einen Job, sondern einen Arbeitgeber mit Profil, Haltung und Wiedererkennungswert: keine geringe Herausforderung für kleine und mittlere Unternehmen, die oft weder über ein großes Werbebudget noch die notwendigen personellen Kapazitäten verfügen. Die gute Nachricht lautet: Es geht auch mit kleinem Einsatz. Wenn man weiß, wie.
Eine große Rolle spielt die Unternehmenskommunikation, die in der Regel online über die eigene Webseite läuft: „Da haben sich klare Botschaften in einem einheitlichen Stil bewährt“, Stichwort Wiedererkennbarkeit. Gut macht es sich, wenn Mitarbeitende quasi aus dem Nähkästchen plaudern. „Sie sind glaubwürdig und damit die idealen Botschafter“, weiß Jarolimek. Stellenanzeigen sollten im Idealfall „klar und menschlich formuliert werden“. Zwingend rein gehört, welche konkreten Aufgaben der Stelle zugeordnet sind. Fast noch wichtiger: „Sie müssen mit ihren Trümpfen wuchern. Kommunizieren sie ganz klar, was die Person tatsächlich davon hat, wenn sie bei ihnen anfängt.“ Verzichten sollte man dafür komplett auf Floskeln. „Und machen sie es den Bewerbern leicht, sie zu erreichen.“ Nicht, dass jemand auf dem Weg frustriert wieder abspringt. „Alles bitte so niedrigschwellig wie möglich.“
Für Social Media-Auftritte gilt: „Zeigen sie, wie es ist, bei ihnen zu arbeiten“, empfiehlt die Expertin. Und da unbedingt Alltagsmomente statt Hochglanz. „Stellen sie das Team kurz vor, zeigen sie Referenzprojekte, auf die sie stolz sind, dazu ein paar Blicke hinter die Kulissen. Das ist authentisch und interessiert die Leute mehr als Werbeslogans.“
Wer das alles berücksichtigt, sollte positive Veränderungen wahrnehmen.
Am Schluss, nach ein paar Stunden effektiver Arbeit am eigenen Sichtbarkeitskonzept, die wie im Fluge vergingen, gab das Duo den Teilnehmer noch einen letzten Tipp mit auf den Weg:
„Vernachlässigen sie nicht ihre Unternehmenswurzeln: Alles steht und fällt mit ihren Mitarbeitenden.“ Die Arbeitgebermarke – und ist das KMU noch so klein oder groß – „muss intern gelebt werden.“
Text- und Bildquelle: Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Neunkirchen mbH (WFG) / Anja Kernig


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